Der Diverge 4 war alles andere als ein Auslaufmodell. Ein Punkt wog im Vergleich zu den jüngsten Gravelbikes jedoch zunehmend schwer: die rund ums Cockpit sichtbare Leitungsführung – eine direkte Folge des Future Shock.
Specialized hat das beim S-Works Diverge 4 nun behoben und erstmals Future Shock 3.3 mit Internal Cable Routing kombiniert. Anders gesagt: Die hauseigene Vorderradfederung bleibt, das Cockpit bekommt die saubere Integration, auf die viele gewartet haben.
🚀 Kurz zusammengefasst:
Das S-Works Diverge 4 kombiniert Future Shock 3.3 und integrierte Kabelführung
ICR bleibt der S-Works Plattform vorbehalten und ist nicht rückwärtskompatibel
Der FACT-12r-Rahmen wird mit 950 g in Größe 56 angegeben
Es geht nicht nur um Optik. Beim Diverge zielt Specialized auf den Gravel-Allrounder: schnell fahren, ruppige Pisten filtern, breite Reifen aufnehmen, bei Bedarf mit Gepäck losziehen. Diese Vielseitigkeit hatte bislang einen optischen Preis. Das neue S-Works schließt dieses Kapitel.
Zur Einordnung in die Modellpalette: Das Specialized Diverge 4 hatte bereits eine sehr solide Basis gelegt, mit mehr Reifenfreiheit und geschärfter Geometrie. Diese S-Works-ICR-Version schärft vor allem den Auftritt: klarer, hochwertiger, in dieser Klasse fast schon erwartet.
Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Future Shock 3.3 und integrierter Kabelführung. Lange galt diese Kombination als Knackpunkt: ein vorderes Dämpfungssystem beibehalten und zugleich Züge und Leitungen verbergen, ohne dabei konstruktive Kompromisse einzugehen.
Specialized bezeichnet diese Integration als großen Fortschritt. Die Marke betont außerdem, dass der Future Shock leichter bleibt als eine typische Gravel-Federgabel, mit einem angegebenen Vorteil von 300 bis 400 g, und zugleich aerodynamischer ist als eine herkömmliche Federungslösung.
Es gibt jedoch eine sehr konkrete Einschränkung: Diese Integration ist nicht rückwärtskompatibel. Ein nachträglicher Einbau des Internal Cable Routing in ein vorhandenes Diverge 4 aus 9R-Carbon ist nicht möglich. Specialized stellt klar, dass ICR dieser S-Works-Plattform vorbehalten bleibt.
Das Rad basiert auf einem FACT-12r-Carbonrahmen, dem leichtesten Lay-up von Specialized für Gravel. Der lackierte Rahmen wird mit 950 g in Größe 56 angegeben, das Komplettbike mit 8,2 kg.
Der Aufbau folgt derselben Logik: Roval Terra CLX III-Laufräder, Roval-Terra-Cockpit, SRAM RED XPLR-Gruppe, Steuersatz und Tretlager von CeramicSpeed. Das ist ein Technologieträger, kein Aufbau, der das Diverge demokratisieren soll.
Genau hier wird das Rad paradoxerweise interessant. Ja, das Preisniveau ist sehr hoch, aber im Specialized-Kosmos kann dieses S-Works Diverge 4 ICR auch als die rationalste Wahl erscheinen für alle, die die Spitze der Gravel-Vielseitigkeit der Marke wollen: die sehr aufgeräumte Ästhetik eines Crux, mit den Fähigkeiten eines Diverge.
Beim Antrieb ist der Rahmen für 1-fach-Kettenblätter mit 38, 40, 42, 44 und 46 Zähnen vorgesehen. Für 2-fach gibt Specialized eine Kompatibilität mit Shimano GRX in 30-46 oder 31-48 sowie mit SRAM Wide in 30-43 an.
Größere Kettenblätter bis 52 Zähne können rein physisch mit geringer Reserve passen. Specialized weist jedoch darauf hin: Das liegt in der Verantwortung der Fahrerin bzw. des Fahrers, und durch solche Setups verursachte Schäden sind nicht von der Garantie abgedeckt. Ein wichtiger Hinweis, insbesondere für alle, die das Diverge zu einer klar straßen- bzw. speedorientierten Gravel-Maschine machen möchten.
Dieses S-Works Diverge 4 ICR ist nicht nur eine neue, edle Ausführung. Es erfüllt eine echte Erwartung: das Diverge optisch so sauber zu machen wie die am stärksten integrierten Gravelbikes, ohne das aufzugeben, was es technisch besonders macht.
Für manche Radfahrerinnen und Radfahrer war externe Kabelführung sogar ein Vorteil: leichterer Zugang, überschaubarere Wartung, weniger potenzielle Komplikationen. Dieser Punkt verschwindet nicht. Totale Integration ist verführerisch, aber nie neutral, wenn am Rad gearbeitet werden muss.
Dennoch ist das Signal, das Specialized sendet, stark. Wenn die Marke diese sehr hochwertige Version entwickelt hat, dann wohl, weil sie eine klare Nachfrage ihrer Kundschaft gespürt hat. Und vor allem liefert diese Lösung bereits einen glaubwürdigen Vorgeschmack darauf, wie die nächste Generation des Diverge aussehen könnte.
An diesem Punkt wirkt das S-Works Diverge 4 ICR weniger wie eine bloß exklusive Edition als vielmehr wie eine Vorwegnahme des künftigen Diverge: sauberer, integrierter, aber weiterhin der Idee eines schnellen, komfortablen und wirklich vielseitigen Gravel verpflichtet.
Retrouvez toutes les caractéristiques ainsi que les détails techniques de ce produit.
| Einsatzbereich | Vielseitiges Gravelbike |
|---|---|
| Material | Carbon |
| Elektrische Unterstützung | Nein |
| Geschlecht | Unisex |
| Jahr | 2027 |
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