Nach einem ersten BiNavi, den wir Anfang dieses Jahres getestet haben und der bereits bei GPS-Genauigkeit, Reaktionsgeschwindigkeit sowie dem Mix aus Touchscreen und physischen Tasten überzeugte, schraubt iGPSPORT den Anspruch mit dem BiNavi Ultra nun deutlich nach oben.
Der Fahrradcomputer zielt auf lange Distanzen, komplexe Routen und mehrtägige Ausfahrten ab – mit einem Datenblatt, das sich nicht damit begnügt, nur ein paar Funktionen anzuhängen.
Stärken:
- Sehr gut ablesbares Display und angenehmere Kartendarstellung
- Solide Akkulaufzeit bei intensiver Nutzung
- Schnellere Oberfläche und hochwertigere Verarbeitung
Verbesserungswürdig
- Neuberechnung zu sehr aufs Umdrehen fixiert
- Mitunter unbeholfene Übersetzungen auf dem Display und bei Sprachansagen
Mit seinem 3,7-Zoll-Display, 64 GB Speicher, IPX7-Zertifizierung und über 30 Stunden angegebener Akkulaufzeit bringt der BiNavi Ultra bereits starke Argumente mit.
Doch iGPSPORT geht weiter: mit weltweiten Offline-Karten, inertialer Navigation, Verwaltung von Routengruppen, iClimb 4.0, einem Lautsprecher und einer neuen multifunktionalen Drehrad-Bedienung.
Auf dem Papier will der Ultra damit zu einem echten Werkzeug für Navigation und Erkundung werden.
Nach rund zwei Wochen und etwa 600 Kilometern, mit einem intensiven Test auf den Straßen und Wegen des Morvan, ist vor allem interessant zu sehen, was sich im Vergleich zum ersten BiNavi wirklich geändert hat.
Ein Ultra mit starkem ersten Eindruck
Der erste Eindruck ist rundum gelungen. Kaum aus der Box genommen, wirkt der BiNavi Ultra deutlich hochwertiger als sein Vorgänger.
Die Verarbeitungsqualität ist ausgesprochen sauber, das Gesamtpaket weckt sofort Vertrauen.
Auch der Lieferumfang fällt großzügig aus: zwei Lenkerhalterungen, eine Sicherungsschlaufe, ein USB-C-Kabel, eine Gummihülle und die verschiedenen Handbücher. Anders als beim ersten BiNavi liegt jedoch kein Displayschutz bei.
Mit von iGPSPORT angegebenen 122 g und 122,6 g auf meiner Waage bleibt das Gewicht angesichts der Größe vernünftig. Er ist spürbar voluminöser als das erste Modell, daran habe ich mich jedoch schnell gewöhnt.
Am Ende entspricht das dem Format aktueller großer Radcomputer, etwa dem Garmin Edge 1050 – eine Produktkategorie, die wir auch in unserem Ratgeber zu den besten GPS-Fahrradcomputern für Gravel und Bikepacking vorstellen.
Der Start bleibt zudem sehr schnell: Zwischen dem Einschalten und der Benutzeroberfläche vergehen etwa 10 Sekunden – ein Ergebnis, das dem ersten BiNavi entspricht.
Größer, vor allem aber besser ablesbar
Der Sprung von 3,5 auf 3,7 Zoll ist keine Revolution bei der Menge der angezeigten Informationen. Die Anzeigequalität bringt im Gebrauch jedoch einen echten Gewinn.
Die Kartografie basiert weiterhin auf OpenStreetMap, die Karten sind im Computer installiert, wirken aber deutlich schärfer. Details sind feiner, Informationen treten stärker hervor und das Lesen der Straßen ist angenehmer – vor allem, wenn die Karte voller wird.
Im Morvan, sowohl auf der Straße als auch im Gravel, hat mir diese zusätzliche Schärfe besonders gefallen. Der Computer lässt leichter erkennen, was rund um die eigene Route passiert, ohne lange auf das Display schauen zu müssen.
Die automatische Helligkeit funktioniert ebenfalls sehr gut und passt die Anzeige effektiv an die Bedingungen an.
Hauptnutzen des größeren Displays ist damit weniger, deutlich mehr Daten unterzubringen, sondern vor allem die Kartennutzung angenehmer zu machen.
Ein Drehrad, das etwas Eingewöhnung braucht
Das ist wohl das ergonomische Element, das mich anfangs am meisten überrascht hat. Der BiNavi Ultra verabschiedet sich teilweise von den Bedienelementen des ersten Modells zugunsten eines multifunktionalen Drehrads, das wir schon einige Monate zuvor an der Sportuhr iGPSPORT VeRun kennengelernt hatten.
Das Prinzip ist sehr ähnlich: Mit dem Drehrad navigiert man durch Menüs und blättert durch die Seiten, ein Klick bestätigt.
Zu Beginn war ich mit den Hoch/Runter-Tasten des ersten BiNavi naturgemäß vertrauter. Nach einigen Ausfahrten habe ich jedoch gemerkt, dass ich das Drehrad sehr oft nutze und den Touchscreen seltener brauche.
Mit gesperrtem Touchscreen spielt das Drehrad seinen Vorteil sofort aus, sobald es nass wird. Ich hatte mit Wasser keinerlei Funktionsprobleme: Die Anzeige bleibt gut ablesbar, die physischen Tasten sind nutzbar und der Computer arbeitet trotz der während des Tests aufgetretenen Regenschauer normal weiter.
Die vier physischen Tasten sind nun weiter auseinander angeordnet, was im Winter mit dicken Handschuhen besonders angenehm sein dürfte. In meinem Test bei noch sehr milden Temperaturen konnte ich das natürlich nicht verifizieren, die Positionierung erscheint mir aber vielversprechend für den Wintereinsatz.
Der Touchscreen reagiert seinerseits sehr flink. Insgesamt wirkt die Oberfläche spürbar schneller als beim ersten Modell.
Aus meiner Sicht sind die drei sichtbarsten Weiterentwicklungen gegenüber dem ersten BiNavi genau hier: die Schnelligkeit, die Verarbeitungsqualität und die Ergonomie.
Navigation auf einem höheren Niveau
Der Anspruch des Ultra zeigt sich vor allem bei der Navigation. iGPSPORT ergänzt sein Ökosystem um mehrere Funktionen für lange Strecken und komplexere Situationen: Abbiegehinweise, Sprachführung, Neuberechnung der Route, weltweite Offline-Karten, inertielle Navigation und Verwaltung von Routengruppen.
Auf meinen in Komoot geplanten Strecken wirkten die Abbiegehinweise präziser als beim ersten BiNavi, insbesondere bei Richtungswechseln. Mit vollständigem GNSS und Dualfrequenz-GPS L1 + L5 erschien mir auch die Trackverfolgung gleichmäßiger.
Diese Verbesserung hängt für mich auch mit der insgesamt höheren Schnelligkeit des Computers zusammen, der ein reaktiveres Folgen der Route vermittelt.
Der Lautsprecher bringt zudem echten Mehrwert für Sprachhinweise. Bei ruhigen Bedingungen sind sie hilfreich und reduzieren den Blick aufs Display. Bei Wind ist es jedoch mitunter schwer, sie gut zu hören.
Es gibt zudem noch einige Übersetzungsprobleme. Wie bei vielen aus dem Chinesischen übersetzten Produkten sind manche Formulierungen recht eigenwillig – sowohl auf dem Bildschirm als auch bei den Sprachansagen.
Man findet zum Beispiel Formulierungen wie « obliquez à gauche », wo « bifurquez à gauche » deutlich natürlicher wäre. Das ist nicht hinderlich fürs Verständnis, vermittelt aber bisweilen den Eindruck einer noch nicht perfekten Übersetzung.
Die Karte lässt sich weiterhin direkt mit dem Finger erkunden, was praktisch ist, um sich schnell die Umgebung anzusehen.
Wie beim BiNavi zeigt die Navigation unter der Karte ein Steigungsprofil mit Farbcode, der den Höhenverlauf entlang der Strecke visualisiert. Auch ohne iClimb behält man somit einen guten Blick auf das Relief.
Die separate Seite zur Höhenanzeige überzeugt hingegen weit weniger: Die Kurve ist recht schwer lesbar und zeigt nur bedingt, wie sich das Profil über die gesamte Strecke verteilt. Das war schon beim ersten BiNavi so, und ich hätte mir gewünscht, dass diese Darstellung beim Ultra überarbeitet wird – sie ist jedoch leider unverändert.
Auch der Hauptschwachpunkt des ersten BiNavi ist weiterhin da, sobald man die Route verlässt. Der Computer fordert zunächst zum Umdrehen auf und beharrt mitunter mehrere hundert Meter darauf, bevor er wirklich eine Alternative anbietet. Das war bereits eine Schwäche des ersten Modells, und ich hätte mir gewünscht, dieses Verhalten wäre korrigiert worden.
Noch ein Detail, wenn der Radar iGPSPORT SR Mini verbunden ist: Die Warnmeldung bei Erkennung eines Fahrzeugs oder eines Überholvorgangs ist extrem laut. Die Lautstärke wirkt fast wie eine Sirene und kann schnell Aufmerksamkeit auf sich ziehen – insbesondere in der Stadt.
Der Computer hat an dieser Stelle zudem noch einen Fehler bei der Verfolgung des erkannten Fahrzeugs und zeigt es nicht zuverlässig an, was die Warnung fortlaufend auslöst. iGPSPORT arbeitet offenbar daran, dieses Verhalten mit einem kommenden Update zu korrigieren.
Ein echtes Dashboard am Rad
In Sachen Konnektivität bleibt der BiNavi Ultra in der Linie des ersten Modells. Meine verschiedenen Sensoren verbanden sich problemlos und blieben absolut stabil: Assioma Duo, Herzfrequenzsensor, Di2 und SR Mini Radar.
Die angezeigten Daten stimmen auch mit denen meiner Garmin Forerunner 970 überein. Auf Vergleichsfahrten lagen zum Beispiel Durchschnittsleistung und normalisierte Leistung sehr nah beieinander.
Die Verbindung mit dem Di2 ist besonders gut integriert. Es war keine spezifische Konfiguration nötig: Die Tasten wurden automatisch erkannt. Ich habe unter anderem den Doppelklick des linken Hebels zum Seitenwechsel belegt, den langen Klick zum Stoppen oder Fortsetzen der Aufzeichnung und den einfachen Klick zum Überspringen zum nächsten Titel.
Einige Male gab es eine kleine Bluetooth-Unterbrechung mit dem Smartphone, ausschließlich beim Musikteil. In diesen Momenten funktionieren die Di2-Bedienungen zum Pausieren, Fortsetzen oder Titelwechsel nicht mehr.
Mit den Sensoren hatte ich hingegen keinerlei Probleme. Während meiner 15 Testtage gab es keinen Absturz und keinen unerwarteten Neustart.
Die Personalisierung bleibt sehr umfassend
Wie beim ersten BiNavi lassen sich die Datenseiten weitreichend anpassen. Änderungen sind direkt am Computer oder in der iGPSPORT App möglich.
Auf einer Seite ermöglicht ein langer Druck, jedes Feld zu bearbeiten und die Anzahl der angezeigten Daten zu wählen. Außerdem kann man neue Seiten mit anderer Anordnung und anderen Datenfeldern erstellen.
Die Personalisierungsoptionen sind zahlreich – so sehr, dass es schwierig wäre, sie in diesem Test alle im Detail zu beschreiben.
Ich habe erneut eine eigene Seite fürs Gravel erstellt – mit einer anderen Informationsauswahl als in meinen übrigen Profilen.
Auf dem Startbildschirm werden weiterhin zwei Darstellungen angeboten: ein Listenmenü oder eine Widget-Ansicht. Ich bevorzuge nach wie vor Letzteres, weil sich der Start so nach eigenen Wünschen gestalten lässt – je nachdem, welche Infos man im Blick haben möchte.
Die vorinstallierten Seiten der Fahrradmodi sind jedoch in manchen Punkten fest vorgegeben: Umbenennen oder Löschen ist weiterhin nicht möglich.
Die App bleibt in der Kontinuität derjenigen des ersten BiNavi, mit einigen Änderungen bei Darstellung und Typografie.
Das neu hinzugekommene WLAN beschleunigt vor allem derzeit die Updates im Vergleich zu Bluetooth.
Trotz dieser Verbindung ist es jedoch weiterhin nicht möglich, eine Route direkt aus einem anderen Dienst auf den Computer zu übertragen: Der Umweg über die iGPSPORT App bleibt nötig. Eine kleine Einschränkung, die sich seit dem ersten BiNavi nicht geändert hat.
iClimb 4.0: die Neuerung, die ich mir wirklich zu eigen gemacht habe
Das ist wahrscheinlich die Funktion, die mich in diesem Test am meisten beeindruckt hat.
iClimb 4.0 ist nun eine eigenständige App, die vom Startbildschirm aus erreichbar ist.
Ohne geladene Strecke erkennt sie die Anstiege in der Umgebung, zeigt deren Hauptmerkmale an und erlaubt eine Filterung nach Kategorie.
Anschließend kann man einen Anstieg auswählen und sich dorthin führen lassen – mit fünf Schwierigkeitsstufen bis hin zu HC.
Der andere Vorteil zeigt sich, wenn eine Strecke geladen ist. In der iGPSPORT Mobile App wird die GPX-Datei analysiert und die wichtigsten Anstiege vor dem Start der Navigation identifiziert. Sobald die Strecke läuft, kann der Computer aber auch weitere Anstiege erkennen und hinzufügen, die in der ersten Auswertung nicht enthalten waren.
Genau darin sehe ich eine echte Weiterentwicklung gegenüber dem ersten BiNavi. Dessen Erkennung fand ich zu sehr auf große Anstiege ausgerichtet, wodurch viele kürzere Anstiege unberücksichtigt blieben.
Mit dem Ultra hatte ich den Eindruck, mehr davon zu sehen – auch kürzere Wellen. In einer Region wie dem Morvan, wo sich die Schwierigkeiten oft aneinanderreihen, ohne besonders lang zu sein, ist das ein echter Pluspunkt, um das Terrain besser zu lesen und die Anstrengung zu steuern.
Das nähert sich eher dem an, was ich zum Beispiel bei Wahoo schätze – mit einer Erkennung, die sich nicht mehr nur auf die großen Brocken beschränkt.
Schließlich ist die iClimb-Seite dieselbe wie beim ersten BiNavi: mit einer klaren Darstellung und der Möglichkeit, bis zu vier anpassbare Datenfelder einzublenden. So lassen sich die aussagekräftigsten Infos wählen, um die eigene Anstrengung über den Anstieg zu steuern.
Weiterhin ein echtes Analyse-Labor
Das iGPSPORT Ökosystem behält auch seinen gesamten Analyse-Teil bei – mit Belastungs-Tracking, aeroben und anaeroben Effekten, Schätzungen von FTP, VO2max und Erholung sowie den verschiedenen Analysedaten nach den Ausfahrten.
Die Integration mit TrainingPeaks ist weiterhin vorhanden. Spezifisch strukturierte Trainings habe ich auf dieser Ultra-Version hingegen noch nicht getestet.
Der Computer bleibt damit auch nach der Ausfahrt interessant – mit einer großen Menge auswertbarer Daten, um den eigenen Fortschritt zu verfolgen.
Eine Klingel, die ich tatsächlich genutzt habe
Der BiNavi Ultra integriert zudem eine elektronische Klingel. Ein Doppeltippen auf den Bildschirm löst dreimal „Ding“ aus.
Ich habe sie ein gutes Dutzend Mal benutzt, vor allem in Fußgängerzonen und in kleinen Städten. Die Lautstärke ist hoch genug, um von Fußgängern gehört zu werden, und die Auslösung wird schnell zur Gewohnheit.
Das ist genau die Art von Funktion, die man zunächst als Beiwerk ansehen könnte – die ich im Test aber wirklich genutzt habe. Sie erspart zudem eine zusätzliche physische Klingel am Rad.
Akkulaufzeit, über die man nicht mehr nachdenken muss
iGPSPORT gibt mehr als 30 Stunden Akkulaufzeit an, mit einem Akku von 2420 mAh und einer Ladezeit von rund 1 Std. 30 Min.
Natürlich wollte ich sehen, was das in der Praxis bedeutet. Zwischen dem 26. September und dem 3. Oktober habe ich etwa 20 Betriebsstunden gesammelt.
In diesem Zeitraum sank der Akkustand von etwa 90 % auf 20 %. Ich nutzte dabei keinerlei Sparmodi: maximale GPS-Genauigkeit, eingeschaltetes Display, automatische Helligkeit, aktive Navigation, Musiksteuerung über das Smartphone, Di2-Verbindung, Favero Assioma Duo Powermeter, Herzfrequenz und hinteres SR Mini Radar liefen gleichzeitig.
Ich habe den Computer schließlich vorsichtshalber geladen – seit dem Erhalt war es jedoch die erste Aufladung. Für diese Art Nutzung ist das besonders beruhigend.
Natürlich wird man sehen müssen, wie sich die Laufzeit über längere Zeit verhält – bis heute gab es hierzu jedoch keinerlei Auffälligkeiten.
Einmal geladen, habe ich während meiner Ausfahrten praktisch nicht mehr an den Akku gedacht.
Vielversprechende Funktionen, die ich nicht überbewerten wollte
Der BiNavi Ultra bietet mehrere Funktionen, die ich nicht ausreichend getestet habe, um belastbare Schlüsse zu ziehen.
Dazu gehört die Verwaltung von Routengruppen. Die Idee ist interessant für lange Touren, die in mehrere Routen aufgeteilt sind, doch ich bin keine Strecke gefahren, die lang und komplex genug gewesen wäre, um den Nutzen wirklich zu beurteilen.
Gleiches gilt für die inertielle Navigation. Sie soll es dem Computer ermöglichen, seine Position weiter zu schätzen, wenn das GPS-Signal vorübergehend gestört ist – mithilfe der Daten der Inertialsensoren. Ich habe sie nicht gezielt auf die Probe gestellt.
Unter meinen Testbedingungen, insbesondere in den dichten Waldgebieten des Morvan, war die klassische GPS-Führung ausreichend effektiv, sodass ich diese Funktion nicht benötigt habe.
Auch die weltweite Offline-Planung, das Abspielen lokal gespeicherter Musik oder Funktionen wie Strava-Segmente sind verfügbar, ich habe sie aber nicht genug genutzt, um sie seriös zu bewerten.
Bei einem Produkt mit so vielen Langstrecken-Funktionen reichen 15 Testtage nicht aus, um alles zu verifizieren. Deshalb trenne ich lieber das, was ich wirklich genutzt habe, von dem, was das Datenblatt verspricht.
Mein Fazit nach 600 km
Nach 15 Tagen und rund 600 Kilometern, mit einem intensiven Test im Morvan, erscheint mir der BiNavi Ultra vor allem als ein reiferer BiNavi.
Schon das erste Modell hatte mich mit seiner Reaktionsfreude, der Präzision seines Dualfrequenz-GNSS und der Mischung aus Touch und physischen Tasten überzeugt.
Der Ultra behält diese Stärken bei und entwickelt gleichzeitig mehrere wichtige Punkte weiter.
Mit dem Ultra wirkt die Oberfläche flotter, die Verarbeitung steigt klar eine Stufe, und das neue Drehrad bringt eine andere Ergonomie, die nach kurzer Eingewöhnung sehr angenehm zu bedienen ist.
Das 3,7-Zoll-Display bringt vor allem einen echten Gewinn an Lesbarkeit – mit schärferer, angenehmerer Kartendarstellung, statt nur mehr Anzeigefläche.
Die Akkulaufzeit zeigte sich in meinem Test besonders beruhigend, muss natürlich über längeren Zeitraum bestätigt werden.
Ganz perfekt ist noch nicht alles: Die Neuberechnung hält am Umkehren fest, manche Übersetzungen sind holprig, und die Radar-Warnung ist deutlich zu laut.
Aus meiner Sicht ergibt der Ultra vor allem Sinn für alle, die einen auf Navigation, lange Ausfahrten und Erkundung ausgerichteten Computer suchen – mit mehr Komfort am Display, mehr Laufzeit und mehr Infos zum Terrain.
Ein solides Update des ersten BiNavi – und vor allem ein Computer, den ich im Alltag wirklich gern benutzt habe.